Workshop – Parolen Paroli bieten – Beratung in der Sozialen Arbeit zu Populismus und „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“

Populismus und „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ nehmen zu. Der Aufstieg der AfD und ihr beunruhigend großer Erfolg bei den Landtagswahlen im März diesen Jahres sind unverkennbarer Ausdruck dafür. Die AWO setzt nun intern und extern Zeichen: In zwei Fortbildungsmodulen, im Juni und September 2016, sollen EngagementberaterInnen und Interessierte im AWO Landesverband und deren Gesellschaften, im Kontext Populismus und „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ qualifiziert werden, um innerhalb des Verbandes sowie seiner Gliederungen und Einrichtungen aktiv zu werden. Continue reading

Dem Loverboy nicht in die Falle gehen – Ausstellung zum Thema Menschenhandel

Vom 18. Mai bis zum 11. Juni veranstaltet die Fachstelle Vera des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. eine Aktionsreihe zum Thema Menschenhandel. In der Stadtbibliothek wird eine Wanderausstellung des KOK e.V. „Menschenhandel – Situation, Rechte und Unterstützung in Deutschland“ präsentiert. Schwerpunkte der Ausstellung sind: Betroffenengruppen und Formen von Menschenhandel, rechtlicher Rahmen, Rechte der Betroffenen und Unterstützungsangebote sowie Fallbeispiele. Continue reading

Pressemitteilung – Zum Tag der Arbeit: Schluss mit Dumpinglöhnen für soziale Beratung

Arbeiterwohlfahrt fordert Verbesserung der Rahmenbedingungen für soziale Beratungsstellen

Soziale Beratungsstellen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Sachsen-Anhalt. Ehe-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen, Sucht- und Schuldnerberatungsstellen unterstützen Menschen bei der Bewältigung von Krisen und Problemen im immer komplexer werdenden Alltag. Sie helfen, eigene Ressourcen zu entdecken und das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie verhindern dauerhafte Ausgrenzung und sozialen Abstieg. Continue reading

Jetzt erst Recht !

Nach politischem Wahlbeben sachliche Arbeit mit aller Stärke
und den besseren Argumenten fortsetzen!

Die Landtagswahl am 13.03.2016 hat gezeigt, wie tief gespalten das Vertrauen eines Teils der Bürgerinnen und Bürger in die bisherige Politik unseres Landes ist. Wir leben in einer Zeit, in der sich viel verändert. Unsicherheit verursacht Unzufriedenheit. Es besteht der Wunsch nach schnellen Entscheidungen und einem handlungsfähigem Staat. Klaren Machtworten. „Führungspersönlichkeiten“ und auch einem besseren Vollzug der Gesetze.

In einer Demokratie brauchen Entscheidungen ihre Zeit. Das liegt in ihrer Natur. Viele Menschen in unserem Land haben diese Geduld nicht mehr, sie sind unzufrieden. Diese Stimmung macht sich Luft im Protest. Die Protestpartei bieten zwar keine Lösungen, füttern aber das Gefühl „es muss sich was ändern“ mit „wir zuerst“, „Heimatliebe“, „die da oben“. Präsentieren sich als lautstarke Anführer auf der Straße. Und sie servieren Schuldige, wie die „Lügenpresse“.

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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Die Arbeiterwohlfahrt steht für die demokratischen Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz. Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. sieht vor dem Hintergrund der kommenden Landtagswahlen diese Werte durch Parteien bedroht, die sich als „Alternativen“ zu den demokratischen Parteien verstehen.

Aus diesem Grunde engagieren wir uns auch über das soziale Netz. Alle Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts rufen wir dazu auf, ihr Kreuz am 13. März 2016 „ohne Haken“ zu setzen – für die demokratischen Parteien!

Unsere Stellungnahme zum Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt

PM: AWO alarmiert über politische Geisterfahrt der AfD

Die AWO in Sachsen-Anhalt ist alarmiert über die politische Geisterfahrt der AfD. Dazu erklärt AWO Geschäftsführer Wolfgang Schuth:

„Mit ihren aktuellen Äußerungen zum aktiven Gebrauch von Schusswaffen an deutschen Grenzen befindet sich die AfD auf der Geisterfahrt in Richtung Vergangenheit. Die Parteispitze offenbart zugleich ungeschönt ihr unmenschliches Weltbild, indem sie Schusswaffengebrauch als alltägliches Mittel in der Flüchtlingspolitik salonfähig machen will. Mit diesem Ausdruck an Hilflosigkeit zeigt die AfD, dass sie zu keiner menschenwürdigen Sozialpolitik imstande ist! Wer das Schießen auf Menschen in Erwägung zieht, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, betont seine Unfähigkeit in der Lösung kommender sozialer Probleme. Diese Äußerungen diffamieren das Bild Deutschlands in der Welt und ermutigen fatalerweise die, die denken mit Gewalt gegen Flüchtlinge vorgehen zu wollen.

Die Arbeiterwohlfahrt wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Prinzipien einer humanitären, sozialen und sachlichen Flüchtlingspolitik für Deutschland weiter gelten und eingehalten werden!“

Kranzniederlegung für die Opfer des Nationalsozialismus

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Mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Gelände des AWO Fachkrankenhaus Jerichow hat die AWO am 27. Januar an die Opfer von Euthanasie und Eugenik erinnert. Interessierten Bürger aus Jerichow und Umgebung, Besucher, Patienten sowie AWO Mitarbeiter nutzten die Möglichkeit des stillen Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

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AWO Geschäftsführer Wolfgang Schuth schlug in seiner Rede den Bogen zur Flüchtlingsdebatte. „Werden wir heute nicht durch viele Flüchtlinge, die zu uns kommen, an Verfolgung anders denkender, anders glaubender Menschen, an Menschen die Verfolgung erleiden wegen ihres Geschlechts, zur Positionierung gezwungen? Wir dürfen die Frage beantworten, ob wir Asyl geben. Und viele Bürger tun dies in diesen Tagen großartig, in dem sie Flüchtlinge in ihren Gemeinden aufnehmen und begleiten.“, sagte er. Es gebe aber auch eine europäische Verantwortung. Angesichts der Rassengesetzgebung und Pogrome habe in den 30er Jahren Europa und die internationale Staatengemeinschaft auch darüber diskutiert, ob es den Flüchtlingen aus Nazi-Deutschland Schutz gewähre. Bei der Konferenz in Évian am Genfer See vom 6. bis 15. Juli 1938 sei das leider negativ beschieden worden. Einberufen zur Rettung der Juden und Verfolgten des Nazi-Regimes, habe sich keiner der 32 Staaten zur Aufnahme bereit erklärt. Statt der erhofften konkreten Hilfe habe es keine befreiende Zusage und kein Druck auf Hitler-Deutschland gegeben. Statt der Öffnung der Grenzen seien diese geschlossen worden. Statt Erleichterung der Visavergabe erfolgte die Verschärfung der Einwanderungsgesetze. Die wichtigste Lehre aus dem Scheitern der Staaten vor 1945 sollte im Kerngehalt das wichtigste Element eines zukünftigen Europa ausmachen: der absolute Grundsatz der uneingeschränkten Bejahung und Bewahrung der Würde des Menschen. „Heute wie damals klafft eine tiefe Lücke zwischen der Idee eines weltoffenen, friedlichen, gerechten, toleranten Europa und der Realität.“, sagte Schuth.

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Der Historiker Elias Steger vom AWO Landesverband Sachsen-Anhalt griff das Thema Erinnerungsarbeit auf und zitierte aus dem Buch „Annas Spuren“ von Sigrid Falkenstein. Per Zufall stieß die Autorin auf ein Familiengeheimnis: Anna war geistig behindert. 1940 wurde an ihr der „Gnadentod“ in einer Gaskammer vollstreckt. Als Sigrid Falkenstein den Namen ihrer Tante im Internet auf einer „Liste von Personen, die von deutschen Ärzten ermordet wurden“ findet, geht sie auf persönliche Spurensuche. In fiktiven Briefen an ihre Tante rekonstruiert sie Annas tragische Lebensgeschichte. Annas Tod steht für den Massenmord an etwa 300 000 psychisch kranken, geistig und körperlich behinderten Menschen, die im Sinne der nationalsozialistischen Rassen- und Erbhygiene als „lebensunwert“ vernichtet wurden.

Hintergrund:
Der 2012 eingeweihte Gedenkstein ist Ergebnis eines Ideenwettbewerbs an AWO Einrichtungen der Psychiatrie und Behindertenhilfe. Über 70 seelisch, körperlich oder geistig beeinträchtigt Frauen und Männer hatten sich daran beteiligt. Der Gedenkstein erinnert an ein dunkles Kapitel der Geschichte der psychiatrischen Einrichtungen. Die Aktion „T 4“ hatte allein 930 Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Jerichow das Leben gekostet. Sie sind von dort in die Gasmordanstalten Brandenburg und Bernburg gebracht worden. Eine Projektgruppe unter Leitung des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V. hatte das dunkle Kapitel aufgearbeitet und dazu eine ständige Ausstellung initiiert, die im Empfangsgebäude Haus 6 zu sehen ist.

Dokumentation vom Netzwerktreffen der UNESCO-Projektschulen in Sachsen-Anhalt

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Am 05. November 2015 fand das Netzwerktreffen der UNESCO-Projektschulen in Sachsen-Anhalt im Gymnasium „Am Thie“ in Blankenburg statt. Das Netzwerktreffen war eine Veranstaltung der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. in Kooperation mit dem AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. und dem Kultusministerium Sachsen-Anhalt, Landeskoordination der UNESCO-Projektschulen in Sachsen-Anhalt. Zu der Veranstaltung liegt jetzt eine Dokumentation vor. Informationen dazu können direkt unter http://unesco-schulen-lsa.jimdo.com eingesehen werden.